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Sonntag, 1. Juli 2012

Das Heilsversprechen einer neuen Technologie

2beemedia Brainbugs OHG - Das eMagazin
Ich habe noch während meiner Vorlesung der ("Steinzeit")-Wirtschaftsinformatik gelernt, dass längere Downzeiten der IT ein großes wirtschaftliches Dilemma sind und akut unternehmensgefährdend wirken können. Stichwort: "IT bzw. website down risk assessment". Aus diesem Grund sind Technologien begehrt, die dieses Risiko nach menschlichem Ermessen aushebeln können.

In den letzten zwei Jahren wurde die sog. Cloud als verteiltes, entferntes Speichermedium immer populärer. Die Technik verlor ihr exotisches Ansehen und zog so auch in Kleinstunternehmen als quasi sichere IT-Alternative ein.

Die Idee hinter dem Cloud Storage ist genial, die Hardware ist aktuell und die Daten sind mehrfach redundant, was eine hohe Verfügbarkeit sicherstellt. Umso erstaunter ist man, wenn man liest, dass ein lokaler Sturm eine globale Sicherheitsidee ausser Kraft setzten kann. Hier dazu ein interessanter Artikel von Sam Laird: What is AWS and How Did It Bring Down Instagram?
Kurze Anmerkung: "AWS" steht hier für Amazon Web Storage und ist ein Cloudspeicher

Fazit: Das Heilversprechen, dass, wenn man auf die Cloud setzt, immer und überall konsistente Daten zur Verfügung stehen ,ist bis auf weiteres nicht mehr haltbar. Dies bedeutet eine Rückkehr an die Reissbretter und neuerliches Überdenken des Risikodesign. Bis dahin trüben dunkle Wolken die schöne neue Cloud.


Was wurde eigentlich aus der Idee, niemals strategische Unternehmensbereiche auszugliedern?

Dienstag, 6. März 2012

Cebit 2012 - Arbeiten, Umtun und Staunen


Die Freikarten liegen bereit! Donnerstag und Freitag ist Messetag (Cebit 2012) in Hannover. Man könnte so etwas einen kleinen Arbeitsausflug nennen. Auf dem Messestand von Hannover Impuls betreuen wir Donnerstag-Mittag eine kurze Videokonferenz und anschließend bleibt genug Zeit für die Entdeckung des Cloud Computing ;-)

War es nicht letztes Jahr auch schon der Messehype? Irgendwie kommt mir das alles bekannt vor.

Die Telekom sieht darin einen 10 Mrd. Euro Markt - ich sehe schon Wolken am Himmel aufziehen, wenn sich das mal nicht alles als griechisches Cloud-Computing entpuppt.

Und denkt immer daran, wenn man es zu Hause speichert kann man sich selber um eine vernüpftige Verschlüsselung kümmern, wenn man es auf einem US-Server speichert, will unbedingt der "Heimatschutz" mitlesen und vermutlich gibt es schon Unterhändlerverträge, die dem Heimatschutz auch Zugang zu europäischen Servern verschaffen, so a la Acta-mäßig und wegen der grenzenlosen Datenpaket-Vermittlung.

Wer erinnert sich da nicht mal wieder gerne an die Rolle des US-Geheimdienstes im Falle der Industriespionage bei Enercon.

Ob Herr Wobben wohl ein Freund des Cloud-Computing wird?

Als Skeptiker sage ich: Nomen est Omen, "Klaut-Computing"